FVG Nautical Tour: Eine Reise von Muggia bis Lignano

Vom 12. bis 15. Mai 2022 wurde vom FVG Marinas Netzwerk, in Zusammenarbeit mit Friaul-Tourismus, die viertägige Pressereise „FVG Nautical Tour“ organisiert. Lignano Journal mit Christoph Winter durfte, zusammen mit Journalisten aus dem Boot- bzw. Italien-Sektor, an dieser einzigarten Gelegenheit teilnehmen. Ein herzliches Danke nochmal an dieser Stelle!

Mit diesem Artikel möchten wir die Reise gerne dokumentieren. Wir geben Inspirationen, um die von uns besuchten Orte und Einrichtungen besser kennen lernen zu können. Vieles davon kann privat sehr einfach besucht werden, sei es mit dem Auto oder über den Wasserweg per Boot. Links sind direkt im Artikel eingebaut.

Primär ging es um die Vorstellung und Besichtigung der zum Netzwerk der „FVG Marinas“ gehörenden nautischen Einrichtungen. 20 Marinas in der Region Friaul Julisch Venetien sind diesem Netzwerk zugehörig. Wir haben 10 davon besucht. 

Vorweg möchten wir einen besonderen Aspekt dieser Marinas und unserer Reise explizit erwähnen: die Marinas sind in der Regel von Familien über Generationen geführt. So wie die Leitung, ist auch das Gefühl in der Marina: Bootsbesitzer fühlen sich als Teil dieser Familie und auch wir wurden stets ausgesprochen herzlich und familiär eingebunden. Ein Gefühl „bleiben zu wollen“ überkommt einem stets in einer sehr positiven Weise. Das in der kurzen Zeit des Besuchs zu verspüren, ist eine wirklich besondere Eigenschaft, die wir hier gerne besonders erwähnen möchten. Die Auszeichnung durch die “blaue Flagge” ist eine weitere Besonderheit, auf die wir hier später weiter eingehen.

Außerdem haben alle Marinas Einrichtungen, die sehr oft auch von Nicht-Boots-Besitzern besucht werden können, also Restaurants, Mietung von Apartments oder Bungalows, etc.

Hier nun der Einblick in unserer Reise. 

Tag 1 – Freitag, 12.05.2022

Muggia

Nach dem Check-In im Hotel San Rocco, direkt im Porto San Rocco in Muggia, haben mir mit dem Rad die Altstadt von Muggia erkundet. In zirka 5 Minuten ist man vom Hotel mit dem Fahrrad in der Altstadt. Diese wurde unter anderem von den Venezianern geprägt. Liebevolle Häuser, eine wunderschöne Kirche und eine belebte Piazza zeichnen das historische Zentrum aus. Man sieht von Muggia aus Triest mit ihren Häfen, große Fähr- und Frachtschiffe und man hat trotzdem das Gefühl, in einem kleinen liebevollen Dorf aufgehoben zu sein. Viele Einheimische baden entlang der Küstenstraße im Bagno San Rocco, man hat das Gefühl bereits im Sommer angekommen zu sein. Eisdielen laden zum Genießen ein.

Trieste

Am Abend ging es nach Triest, direkt in den Stadthafen Marina San Giusto. In 20 Minunten befindet man sich inmitten einer von der Habsburger-Monarchie geprägten Stadt, dennoch am Meer mit jungem Stadtleben und einer ausgesprochen hohen Anzahl von Booten aller Art über Privatboote, Frachter und Kreuzfahrtschiffe. Triest ist die Hauptstadt der Region Friaul Julisch Venetien und Sitz vieler großen Firmen wie beispielsweise Generali, Illy Caffè, etc…

Wir haben im Restaurant „PIER THE ROOF“ direkt in der Marina San Giusto zu Abend gegessen. Ein ausgezeichnetes Lokal, Reservierung empfohlen, mit Dachterrasse und Cocktail-Bar, wo sich auch die Jugend Triests trifft. 

Nach dem Abendessen ging es in die Altstadt zu einem Spaziergang. Über die Piazza dell’Unità d’Italia, dem Hauptplatz von Triest, der größte Platz Europas, der direkt zum Meer geöffnet ist, beim Kanal und der Molo Audace vorbei, bis zurück zur Marina San Giusto. Die Spuren der Habsburger sind klar sichtbar – „Wiener-Flair kombiniert mit Meer“ quasi. 

Im Kanal von Triest wurde auch „DER Meter 0“ festgelegt, also ein Messpunkt für die Seehöhe. Ein Gefühl der Wertschätzung gegenüber Geschichte, der gemeinsamen Geschichte Italiens und Österreichs – so verführt uns Triest in ihrem positiven Bann. Der Leiter der Marina erzählte uns abschließend, dass Triest sich trotzdem als Enklave fühlt, sie gehören zu Italien, fühlen sich aber sehr autonom, was sich auch in einigen sprachlichen Besonderheiten in der Kaffee-Bestellung hier lokal wiederfindet 😉

Danach ging es zurück ins Hotel im Porto San Rocco. 

Tag 2 – Freitag, 13.05.2022

Kaffee-Akademie in Triest  

Am Morgen des 2. Tages fuhren wir durch die Straßen Triests zur Kaffee-Akademie von Bazzara. Am Weg dorthin sahen wir das Stadtleben von Triest, zahlreiche Kaffeehäuser, reges Treiben und „Leben“ in der Hauptstadt von Friaul Julisch Venetien, welche sehr zum Flanieren einlädt. Wir erhielten unter anderem einem Vortrag des Eigentümers selbst, Geruchs- und Verkostungsproben, und lernten die optimale Zubereitung des Kaffees in der klassischen italienischen „Mokka“-Maschine. Eines ist klar: nach diesem Kurs trinkt man einen Schluck Kaffee in einer völlig anderen Herangehensweise. Es ist auch eine Frage der Wertschätzung vom Anbau bis zum trinkfertigen Produkt. Bazzara kann unter anderem online bezogen werden, es gibt Bücher und auch der Kurs kann in Gruppen besucht werden.

Porto Piccolo

Danach ging es nach Sistiana – Porto Piccolo. Die auch aus Filmen bekannte Bucht wurde in einem alten Steinbruch vor einigen Jahren errichtet. Yacht-Club, Restaurant, Hotel, Club-Anlage und eine Apartment-Wohnanlage befinden sich dort. Ein Ort der Ruhe und ein Ort mit Stil und Eleganz, der genau dafür errichtet wurde. Bilder sagen mehr als tausend Worte, daher gerne die Inspiration über diesen Weg genießen.

Nachdem wir nicht an einem Wochenende dort waren, war es sehr ruhig und wir konnten nach einem Rundgang mit dem Marina-Mananger unser Mittagessen, zusammen mit Friuli Venezia Giulia-Turismo, im Restaurant „BRIS“ genießen. Die Region Friaul, als Berg- und Küstenregion wurde besprochen, Potentiale und zukünftige Ausrichtungen vorgestellt.

Grado

Nach dem Mittagessen ging es nach Grado über den Landweg. Die kleinste Marina im Friaul, Darsena San Marco, geführt mit viel Herz von einer Frau im Familienbetrieb, gab uns eine wunderbare erhöhte Aussicht über Grado. Wir traten nun unsere Weiterreise in den Yachthafen Primero an, wo wir an diesem Tag dann auch übernachtet haben. 

Primero haben wir sehr liebgewonnen. Wir wurden ausgesprochen herzlich von Sarah, der Marina-Managerin, begrüßt. Ihre Mutter stammt aus Deutschland, der Vater aus Italien. Sie hat uns den ganzen Abend begleitet. Nach dem Eincheken in den Marina-eigenen Apartments mit grandiosem Ausblick auf den Hafen und ausgesprochen ruhiger Lage, bekamen wir von ihr und vom Hafenmeister eine Führung durch die Marina. Hier gibt es nichts, was man vermisst: Campingplatz, Bungalows, Marina, Fahrradverleih, Veranstaltungsbühne, Restaurant, eigener Strandabschnitt, etc. ziehen Urlauber, vor allem aus Österreich, hier über die Sommermonate an.

Danach fuhren wir in die Altstadt von Grado. Grado, bekannt auch aus dem österreichischen Film „Stella di mare“, erkundeten wir auf den Spuren der Filmkulisse die Altstadt. Was will man sagen – Grado ist Italien, Grado ist Urlaub, Grado ist die Sonneninsel. Römische Spuren, typische Restaurants und der alte Stadthafen mit Fotopoint sind genau jene Dinge, die das Herz jedes Italien-Liebhabers höher schlagen lassen. 

Zu Fuß ging es weiter zum Porto San Vito, jener äußere Punkt von Grado, wo man in die Lagune sieht, die Insel Barbana und die Madonnina del Mare mit gleichnamigem Lied, welches wohl bereits jeder Einwohner von Kind aus singen kann. Ein vorzügliches Abendessen im Hafenrestaurant La Dinette mit typischen Gerichten können wir nach diesem Abend wirklich sehr empfehlen. Danach erfolgte unser Rückweg zur Übernachtung in der Marina Primero.

Tag 3 – Samstag, 14.05.2022

Marano Lagunare mit Portomaran

Der Golf Club Grado stand uns für das Frühstück zur Verfügung. Eine wundervolle Anlage mit typischer Fischerhütte (Casone) als Treffpunkt und Frühstückslokal. 

Danach fuhren wir über Aquileia nach Marano Lagunare. Das von den Venezianern geprägte Fischerdorf, in dem man im maranesischen Dialekt spricht, ist eine wahrhafte Perle und der nördlichste Ort der oberen Adria. Hier richtet sich alles am Fischfang aus, der auch vor Ort in sehr guten Lokalen verkocht wird. Bei einem kleinen Rundgang sahen wir den rosafarbenen Schmuck und die Fahrrad-Dekoration anlässlich eines Etappenstopps der Giro d’Italia am 27.05.2022 in Marano. Abgebildet ist auch das B&B Onda Marina, welches eine liebevolle und qualitativ hochwertige Übernachtungsmöglichkeit in Marano bietet.

Marano lebte immer schon Tradition und Festlichkeit. Ein sehr liebevolles Dorf. Da ich persönlich dort Freunde habe, lernt man sehr schnell viele Menschen dort kennen, die einem ihr Herz öffnen und in das Familienleben integrieren. Wir plauderten auch mit einem Fischer, der uns seinen Fang von heute zeigte. 

Laguna & Casoni di Marano

Angekommen im Portomaran fuhren wir mit dem Leiter der Marina Sant’Andrea und unserem Kapitän „Gian“ durch die Lagune von Marano. Es ist wichtig zu erwähnen, dass es „die Lagune von Marano“ ist. Sie grenzt auch an den beliebten Tourismusort Lignano Sabbiadoro an, wo Touristen fälschlicherweise diese oft Lagune von Lignano bezeichnen. 

Die Lagune hat ein Naturreservoir des WWF, in welches der Fluss Stella mündet. In diesem Reservoir befindet sich der Großteil der Casoni. Wir sehen Fischer, Fischerhütten, Vögel und die Möglichkeiten des Fischfangs werden uns erklärt, welcher diese Region und Marano aufgebaut und stark gemacht hat. 

Seitens der Flotte von Saturno da Geremia, der Familie Zentilin, werden touristische Touren (im Sommer von Lignano, außerhalb des Sommers von Marano und auf Anfrage für Gruppen auch individuell) zu den Casoni und in die Lagune angeboten. Begleitet von Musik und mehrgängigem Menü kann in diesen typischen Fischerhütten das Leben in der Lagune genossen werden. Ein MUSS für jeden Urlauber in dieser Region.

Angekommen mit Gian bei der Casone von Piero Etro, wurden wir familiär bei bereits gedecktem Tisch mit einem mehrgängigen Menü verwöhnt. Ein Erlebnis höchster Klasse! Fischergerichte aus frischem Fang, liebevoll zubereitet und Weinbegleitung von Vini Bortolusso. An dieser Stelle müssen wir gestehen, dass wir gerne noch einige Zeit auf dieser Insel bei Familie Etro verbracht hätten. Es war warm wie im Sommer. „Hier ist die Welt noch in Ordnung“, wäre wahrscheinlich der passende Satz zur Situation gewesen. Die Tour zu Piero Etro kann man ab 6-8 Personen mit Boots-Fahrt und Menü auch buchen, er macht dies aber in seiner Pension und nur anlassbezogen. Anfrage nur individuell über uns!

Shipyard & Marina Sant’Andrea, Planais, San Giorgio

Nach diesem wundervollen Erlebnis fuhren wir mit Gian retour nach Marano, wo es am Landweg in die Marinas Sant’Andrea, Planais und San Giorgio ging. Jeder der 3 Marinas ist dennoch anders, sie befinden sich aber in der Nähe im selben Industriegebiet. Sant’Andrea und Planais haben eine ausgesprochen professionelle Infrastruktur für Wartungs- und Herstellungsarbeiten an den Booten. In San Giorgio, auch liebevoll als „Marina der Österreicher“ bezeichnet, ist sehr familiär geführt und man hörte viele vertraute Stimmen mit Wiener Dialekt. Wir wurden überall herzlich willkommen geheißen und erhielten einen Rundgang durch die Marinas. 

Hier ein kurzes Video beim Transport eines Segelbootes. Bitte den Mitarbeiter dahinter mit der Fernsteuerung beachten, ein toller Größenvergleich 😉

Lignano Sabbiadoro – Marina Punta Faro Resort

Weiter ging es am Landweg nach Lignano Sabbiadoro. Wenn man bedenkt, dass der Wasserweg Marano – Lignano auch in 20 Minuten schaffbar ist, ist der Landweg schon etwas länger. Apropos: wer sich an der Autobahn-Mautstation die Wartezeit ersparen möchte, für den empfehlen wir die Mautbox von maut1, alle Infos & Bestellung hier:

Nach zirka einer Stunde kamen wir im beliebten Tourismusort an. Lignano erwirtschaftet für die Region einen Großteil der Einnahmen. Der junge Ort, in dem erst 1903 das erste Hotel gebaut wurde zeigt sich sofort von seiner modernen Seite. Der Stadtteil Sabbiadoro ist mit Faro Rosso, Terrazza a Mare und Piazza Fontana der Ursprung des Ortes.

Entlang der Viale Europa gibt es bis zum „Leuchtturm-Spitz“ – dem „Punta Faro“. Dort befindet sich das Marina Punta Faro Resort mit 1.200 Liegeplätzen als eine der größten Marinas dieser Art in der Region, geleitet von Paola als Familienbetrieb. Hier gibt es für alle Bootstypen Einrichtungen. Die Anlage ist sehr groß, sodass wir mit Golf Carts eine Besichtigung machten. Es ist beachtlich zu sehen, wie Paola diese große Einrichtung familiär führt. Familiär als Beziehung zwischen Kunden und Angestellten, Zeit für einen kurzen Halt oder einen Plausch vor den Booten der Kunden darf nicht fehlen.

Hotel President – Ristorante Al Cason

Danach ging es weiter in das Hotel President in Lignano Riviera/Pineta. Es liegt in einer sehr ruhigen Zone, dennoch nicht weit zum Strand oder zum Stadtzentrum von Lignano Pineta. Ein Großteil des Strandbades von Lignano Pineta, das Hotel President und der Porto Turistico Marina Uno ist im Besitz der Familie Ardito. Die Familie hat wesentlich zum Aufbau von Lignano über Generationen beigetragen und gelten als Pioniere der Stadt.

Anschließend ging es zum Abendessen im Ristorante Al Cason, welches im Besitz des Porto Marina Uno ist und von Alessandro Zanello und seiner Frau seit Jahren erfolgreich geführt wird. Es gilt als eines der besten Lokale in der Region, mehrfach ausgezeichnet und prämiert. Wir treffen dort auf Giorgio Ardito, Präsident der Familienunternehmen und seine Frau. 

Wir erhielten durch ihn in besonders freundlicher und angenehmer Atomsphäre Einblick in die Geschichte Lignanos und die Entstehung der „Marina Uno“, also dem ersten Sportboothafen an der Adria, wie der Name bereits verrät. 

Tag 4 – Sonntag, 15.05.2022

Porto Turistico Marina Uno, Tagliamento

Am letzten Tag unserer Reise durfte ein kurzer Blick auf den Strand von Lignano nicht fehlen. Ein Blick auf den „Gründungsgedanken“ von Lignano also, wird der Ort doch eigentlich vom Badetourismus seit Jahrzehnten geprägt.

Nach dem Frühstück ging es zurück zur Marina Uno, wo sich Giorgio Ardito und seine Mitarbeiterin Erica für uns den ganzen Vormittag Zeit nahmen. 

Wir besichtigten zusammen die gesamte Hafenanlage, das Büro und die Hausboote „Floating Resort“, welche sich stehend vor der Marina befinden und touristisch genutzt werden können. Der Fluss Tagliamento mündet neben der Marina Uno in das Meer, die Marina liegt also direkt am Fluss. Als Alpenfluss trennt er die Region Friaul Julisch Venetien von der Nachbarregion Veneto. 

Auf einem der Bilder sehen Sie Giorgio Ardito mit den blauen Flaggen. Die Marinas im Friaul wurden auch heuer wieder mit dieser ausgezeichnet. Eine Reihe von strengen Umwelt-, Bildungs-, Sicherheits- und Zugänglichkeitskriterien müssen dazu erfüllt werden.

An dieser Stelle gibt es eine Besonderheit: Nachdem sich erst weiter flussaufwärts die erste Brücke über den Tagliamento befindet, und diese relativ hoch gebaut werden musste, daher entsprechend Platz benötigt, damit alle verschiedenen Boots-Typen unten durchfahren können, wurde zur touristischen Erschließung und Überquerung direkt vor der Marina Uno eine Rad- und Fußgeherfähre „X-RIVER“ eingerichtet. Gegen eine kleine Gebühr von EUR 1,00 kann man täglich alle 30 Minuten über die Sommermonate den Fluss einfach und unkompliziert überqueren. Diese wird von Touristen genutzt, um einen Ausflug in den Nachbarort Bibione zu machen oder umgekehrt. Es ist außerdem eine Erschließung für Radtouristen, damit diese von Lignano bis Caorle direkt entlang des Meeres fahren können.

Eine weitere Besonderheit wurde uns hier von Giorgio Ardito gezeigt. Es geht um das “gestrandete Boot” an der Mündung des Tagliamento. Wir haben in diesem Artikel berichtet. An diesem Tag haben wir Kapitän Tempo im Caffè Perla del Mare in der Marina Uno persönlich getroffen:

Kapitän Tempo

Marina Punta Verde, Darsena Porto Vecchio 

Danach fuhren wird mit Boattourslignano, Giuseppe Comisso, entlang des Tagliamento am Wasserweg weiter. Giuseppe bietet am Strand von Lignano diverse Touren für Gruppen an, auch individuell können Routen mit ihm geplant werden. (Muschelinsel, Fiume Stella, etc.)

Nach einem Blick auf die Skyline von Lignano und auf den Faro di Bibione (Leuchtturm von Bibione) vom Meer aus, fuhren wir flussaufwärts zur Marina Punta Verde. „Verde“, italienisch „grün“, zeigt sich in vieler Hinsicht. Die Hafenanlage liegt mitten in der Natur, auch der angrenzende Zoo Parco Zoo Punta Verde gehört zum Familienbetrieb. Wir werden von Jacopo Rodeano, welcher in dritter Generation im Familienbetrieb arbeitet, geführt. Eine wunderschöne Anlage mit Teich, Bungalows und Marina. Beachtlich ist auch, wie sich die Farbe des Tagliamentos flussaufwährts ändert und in der Marina eine besondere Farbe hat.

Nach einem kurzen Stopp und Bewirtung ging es weiter entlang des Tagliamentos, hindurch eines Kanals, welcher parallel zur Küste im Krieg zu dessen Nutzung gebaut wurde und noch immer existiert. Wir fahren unter einer Drehbrücke durch, welche ursprünglich die Stadteinfahrt nach Lignano darstellte, da Lignano lange Zeit eine Insel war und erst später feste Straßen und Brücken gebaut wurden. 

Nach einer ausgesprochenen entspannten Fahrt, inmitten der Natur, gelangten wir in die Lagune von Marano und fuhren lagunenseitig in den alten Stadthafen von Lignano ein, dem Darsena Porto Vecchio. Der alte Hafen von Lignano wurde im Krieg als Landefläche für Flugzeuge genutzt, erst später eine Brück darüber gebaut. Eine ausgesprochen schöne Zone von Lignano, welche jetzt touristisch mit der entsprechenden Infrastruktur erschlossen ist.

Zusammen mit Giorgio Ardito fuhren wir am Landweg zur Marina Uno retour, wo unsere Reise endete. Für all jene, die Lignano entdecken möchten oder bereits dort waren und Inspirationen brauchen, empfehlen wir unseren LIGNANO POCKET-GUIDE, welcher direkt hier im Shop bestellt werden kann.

Jede Reise geht leider zu Ende…

Abschließend möchten wir sagen: alle besuchten Orte liegen quasi „vor der Haustüre“ der Österreicher und auch dem Süden Deutschlands. In kurzer Fahrzeit mit dem Auto ist man am Meer. Nicht umsonst verbringen einige Menschen tatsächlich jede freie Minute oder oft auch ihren ganzen Jahresurlaub hier. Die Region ist einzigartig – historisch von Habsburgern, Venezianern und Römern geprägt. 

Es ist „ein Kommen“ das süchtig macht, je tiefer man eintaucht, desto mehr lernt man dieser Region, die Kultur, die Menschen und das Leben zu lieben. Nehmt euch die Zeit, besucht vorhin erwähnte Orte, geht auf die Menschen zu, fragt sie ob ihr „dies und das“ sehen dürft etc. Ihr werdet merken: „La vita è bella!“

Doch Vorsicht: es besteht die positive Gefahr für immer bleiben zu wollen 😉

Wir hoffen, dass wir euch einen guten Einblick geben konnten. Für Fragen stehen wir unter info@lignano-journal.com (Christoph Winter) gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns, wenn Sie den Artikel als Link teilen oder weiterschicken. Nachdruck oder Verwendung von Fotos/Textpassagen bitte nur nach Rücksprache – Danke 🙂

Zeit und Nerven an der MAUTSTATION sparen

In der Hitze Italiens an der Mautstation Schlange stehen. Auf dem Rücksitz quengeln die Kinder. Wenn man doch nur schneller vorankommen könnte… Kann man!

Mit der Mautbox von maut1.de können Sie auf reservierten Fahrspuren “TELEPASS”, welche von manuellen Zahlern nicht genutzt werden können, am Stau an der Mautstation vorbeifahren.

Mit unserer Mautbox müssen Sie an der Schranke nicht stehenbleiben, sondern können einfach durch die Mautstation fahren. Die Mautbox, welche an der Windschutzscheibe angebracht wird, piept und die Mautgebühren sind bezahlt. maut1.de kümmert sich um alles und rechnet die Mautgebühren monatlich mit einer transparenten Rechnung ab.

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Hier abschließend noch ein Beispiel-Video der Nutzung an der Autobahnabfahrt in Latisana (Lignano/Bibione):

Fähre über den Tagliamento LIGNANO – BIBIONE

In Lignano Riviera, direkt neben dem Hafen Marina Uno, befindet sich die Rad- und Fußgeher-Fähre über den Tagliamento. Von hier aus kann man unkompliziert laut Fahrplan um EUR 1,00 pro Fahrt nach Bibione überqueren. Die Fahrtzeit beträgt maximal 5 Minuten zur Überquerung. Ob mit dem Rad, zu Fuß oder mit Scooter: in unberührter Natur geht es dann weiter in Richtung Leuchtturm von Bibione. Mit dem Fahrrad keine 10 Minuten entfernt.

Beim Leuchtturm selbst gibt es einen Snack- und Getränkeautomat, Toiletten und meist kann man das Haus des Leuchtturms auch begehen, da regelmäßig Ausstellungen im Inneren stattfinden. Ein paar Schritte in Richtung Meer hinter den Leuchtturm und man kann einen schönen Ausblick auf die Skyline von Lignano genießen.

Der Küste entlang folgend, kann man beispielsweise mit dem Rad bis in das Ortszentrum von Bibione fahren. Die touristische Infrastruktur dort bietet alles was man benötigt. Essen, Trinken oder verweilen an der Strandpromenade bieten sich an:

Hier einige Impressionen vom Küstenabschnitt, beginnend beim Leuchtturm Bibione bis in das Ortszentrum:

Am Rückweg sieht man das in Lignano direkt am Tagliamento befindliche Floating Resort des Porto Marina Uno:

In unserem LIGNANO POCKET-GUIDE werden sämtliche Aktivitäten in und rund um Lignano vorgestellt. Eine Empfehlung, gleichermaßen für erstmalige Gäste in Lignano oder für jahrelange Stammurlauber.

Hier auch noch der der Fahrplan der Fähre, auch als Link zum Download oder zur vergrößerten Ansicht:

Lignano bereitet sich auf den Sommer und die Rückkehr der Touristen vor

In Lignano Pineta ist der offizielle Beginn der touristischen Saison für Samstag, 30. April 2022 geplant. Am Osterwochenende sollen fast alle Hotels, Restaurants, Bars und kommerziellen Aktivitäten geöffnet werden.

“Wir haben nie aufgehört!”, sagt Giorgio Ardito, Präsident der Lignano Pineta SpA. Es wurde viel renoviert und neu gestaltet, auch in den letzten zwei Jahren, die von der Pandemie und den Unsicherheiten geprägt waren. Die Promenade und der Strand waren wichtige Punkte, die in diesem Jahr mit der Neugestaltung des farbigen Fußgängerwegs zwischen der Straße und den Badeanstalten fortgesetzt wurden.

Vom Kursaal bis zur Via Giardini, die Beleuchtung der Treppe, die vom Fußgängerweg zur erhöhten Promenade führt uvm. Weitere Umgestaltungsmaßnahmen betrafen das Beleuchtungssystem des Parco dei Gommosi, den Austausch der Abfallbehälter und Pflanzengefäße der Kechler-Promenade und des Parco del Mare sowie die neuen Zelte der Aktivitäten an der Strandpromenade an den Seiten der Piazza D’Olivo. “Wir haben auch daran gedacht, ein gutes Maß an Sauberkeit, sowohl am Strand mit dem neuen John Deere 4.0 Traktor für die Sammlung von Algen und Differenzierten als auch der asphaltierten Bereiche mit dem neuen Eureka Road Cleaner zu gewährleisten”, so Ardito.


Mit dem beliebten Italienisch-Kurs von Alberto sind Sie optimal für Ihren Lignano-Aufenthalt gerüstet. Testen Sie die unverbindliche Schnupperstunde:

In den Badeanstalten wurden viele Punkte verbessert und erneuert: einige neue Sanitäranlagen und Duschen, eine Verbesserung des Wi-Fi-Netzwerks dank der FTTH-Glasfaserbindung, viele neue Sonnenliegen und Sonnenschirme, Kästen und Ladestationen für Smartphones (VIP-Bereich), Matratzen auf Kingsize-Betten und ein spezielles Menü für den Service unter dem Schirm, ein neuer Bodenbelag für den Bar-Restaurant-Bereich von Bad Nummer 3, eine neue Beschattungsstruktur für die Terrasse von Bad Nummer 5 und 6 und das Mosaik-Symposium wird für die Realisierung einer neuen künstlerischen Arbeit ebenfalls wieder kommen.

In diesem Jahr wird auch das lang ersehnte Feuerwerk am Meer am 16. August zurückkehren. Auch die Unterhaltung auf der Piazza Marcello D’Olivo für Abendshows, Animation am Strand im Vergnügungsdorf zwischen den Bädern 3 und 4, Treffen mit dem Autor und dem Wein, die Veröffentlichung der Sammlung “Lignano di racconto” und für die Kleinen das englische Sommercamp im Parco del Mare von Ende Juni bis Ende Juli und wahrscheinlich Ende August.


Unser Lignano Pocket-Guide mit allen nützlichen Infos für Ihren Lignano-Aufenthalt ist bei uns im Shop erhältlich:

Eine Überraschung werden die neuen Artikel der Pineta Art Linie der Designerin Lucia Ardito sein.

Quelle: Nordest24

Kirche San Zaccaria

Von vielen Touristen unentdeckt, von Einheimischen geliebt. Viele Lignanesi haben dort geheiratet, abseits des Trubels an einem historisch bedeutenden Punkt.

Die Chiesa “San Zaccaria” war lange Zeit der einzige religiöse Bezugspunkt, vor allem für Fischer der Küste und der Lagune bis ins XIX. Jahrhundert. Sie präsentiert sich mit typischen architektonischen Elementen der Votiv-Gebäude im Friaul: Fassade mit Spitzdach, Glockengiebel und mit rechteckigem Raum auf Sicht und kleineres Presbyterium. Sie ist leicht über den Radweg der Lagune erreichbar:

Die kleine Kirche zeichnet sich im Innenraum durch die einfache, fast kahle Einrichtung aus. Ein Holzaltar bewahrt die La Madonna con Bambino (Die Madonna mit Kind) auf, an den Seiten des Chorbogens stützen zwei Ablagen aus dunklem Holz die Statuen des Hl. Antonius links und der Hl. Rita rechts.   

Das Gebäude ließ Zaccaria Vendarmin, Prokurator von San Marco in Venedig um Mitte des 16. Jahrhunderts, mit der Widmung an den gleichnamigen Schutzheiligen erbauen.

Die Kirche war angesichts des eher “ungesunden” Gebiets (Sumpfgebiet, die Malarie wütete) und der wenigen, auch eher wilden, Straßen, die zur Verfügung standen um den Ort zu erreichen, in der damaligen Zeit nicht sehr “einladend”. Aus diesem Grund war es auch sehr schwierig, einen Priester zu finden und die wenigen Einwohner feierten deshalb eine Zeit lang private Gottesdienste wegen des fehlenden Priesters.  


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Am Ende des 19. Jahrhunderts benannte die Venezianische Kirche feierlich die kleine Kirche zur “Purità della Beata Maria Vergine”, aber diese Änderung wurde von der Bevölkerung nicht akzeptiert, die noch heute weiterhin das Oratorium als San Zaccaria bezeichnet. 

Im Jahr 1984 wurde das Gebäude komplett restauriert und es wurden auch schöne Grünflächen geschaffen, die die kleine Kirche umgeben.  

Nachfolgend 2 Auszüge aus eines in der Kirche aufliegenden Textes:

Geschichte der “gekleideten Madonnen”

Wie waren die “bekleideten Madonnen” gemacht?

Viel Freunde beim Entdecken eventuell bisher unbekannten Orten in Lignano. Die Stadt eignet sich besonders auch in der Hauptsaison zur Erkundung abseits des Trubels. Unser Lignano Pocket-Guide bietet verschiedene Vorschläge, angepasst an Ihre Aufenthaltsdauer, damit Ihnen bestimmt nicht langweilig wird.

Festtag zu San Giovanni Bosco

Der 31. 01. ist dem Schutzpatron von Lignano, San Giovanni Bosco, gewidmet. Die Pfarrkirche (Dom) in Sabbiadoro und der davor liegende Park sind nach ihm benannt.

Die erste Pfarrkirche wurde zwischen 1937 und 1938 erbaut und während Krieges abgerissen. 1945 wurde die kleine Kirche von San Zaccaria für die Gläubigen zu klein und es wurde die Kirche San Giovanni Bosco errichtet, welche zwischen 1989 und 1991 erweitert wurde.

Bei der architektonischen Gestaltung der Kirche wurde sehr auf Einbindung des Elementes Wind, der Farben und der Bezug zum Meer geachtet. Ein Beispiel ist die Stahlbetondecke, welche sich wie die Segel eines Schiffes im Wind darstellen.

In der Kirche kann man eine einzigartige und wärmende Atmosphäre verspüren, ein Besuch lohnt sich sehr. Der untere Teil der Kirche ist täglich geöffnet, der obere Teil nur zu bestimmen Anlässen.

…. nähere Infos finden Sie auch im LIGNANO POCKET-GUIDE (Sprachen Deutsch, Englisch und Italienisch)

Fotos neu: Christoph Winter, Fotos alt: Fotocineclub Lignano

Angebot ITALIENISCH-Kurs EINZELUNTERRICHT

Lust auf Italien? 🇮🇹 Mit diesem Kurs kann man beim nächsten Italien-Besuch definitiv besser Italienisch sprechen! Zahlreiche Mitglieder unserer Gruppe “Lignano – Sonne, Sand und Meer” haben durch diesen Kurs mit Alberto Erfolge erzielt!


Der Kurs ist online über Zoom/Video 👨🏻‍💻 direkt von einem Italiener (Muttersprache) 🤩

Die erste Stunde des Angebots ist eine unverbindliche „Schnupperstunde“ 🎁 . Nach dieser kann man entscheiden, ob man den Kurs weitermacht und bezahlt. (abweichende Stundenanzahl ebenfalls möglich, einfach unten beim Kontaktformular anfragen)

Der Unterricht wird direkt von Alberto gemacht. Er ist Italiener und hat die Diplomprüfung am Kolleg für Tourismus abgelegt (Kärntner Tourismusschule in Villach 🇦🇹) und ist von Beruf Touristikkaufmann. Er spricht daher perfekt italienisch und sehr gut Deutsch 😉

Es handelt sich um eine Konversationsstunde, über Themen welche man direkt anwenden kann, zugeschnitten an die individuellen Kenntnisse 🔝 (Einzelunterricht) mit individueller Terminvereinbarung.

Am Ende des Unterrichts erhält man jeweils ein Word-Dokument mit Notizen, Vokabeln, etc. Dieses wird mit Sprachnachrichten 📢 per WhatsApp zur korrekten Aussprache ergänzt.

ℹ️ Folgende Pakete sind möglich:

  • 10 Stunden um EUR 280,00 gesamt
  • 15 Stunden um EUR 400,00 gesamt
  • eine abweichende Stundenanzahl oder Unterricht mit 2 Personen (um EUR 20,00 pro Person und Stunde) sind ebenfalls möglich
  • Die erste Stunde ist eine unverbindliche Schnupperstunde, die Bezahlung des Kursbeitrags erfolgt erst nach dieser.

Es ist eine tolle Gelegenheit, um die Zeit vor dem Italien-Urlaub optimal zu nützen 🥳


Haben Sie Interesse? Füllen Sie bitte folgendes Kontaktformular aus. Alberto wird Sie direkt kontaktieren und alles unverbindlich erklären bzw. einen Termin für die Schnupperstunde vereinbaren:

    Die Geschichte des Leuchtturms von Lignano

    Der alte Leuchtturm von “Porto Lignano” gilt heute als einer der eindrucksvollsten Orte in der Region Friaul und der oberen Adria. Er ist Fotomotiv, Ziel für erholsame Spaziergänge und Hotspot für Fotografen bei Sonnenaufgang zu allen Jahreszeiten. Ein „Lichtsignal“, das zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts trotz vieler Fotografien und Produktionen lange Zeit vernachlässigt wurde, hat sich zu einem echten Symbol für eine ganze Stadt verwandelt.

    Wir möchten euch hiermit einen detaillierten Einblick in die Geschichte und die Entstehung des Leuchtturms bzw. der Leuchttürme geben. Es ist ein Auszug aus „Il fanale di Porto Lignano“ – historische Erzählungen von Eugenio Marin. Wir verraten euch auch, wie es Lignano 1998 gelungen ist, angeführt durch Doriano Moro, dass der ursprüngliche Leuchtturm dem neuen nicht vollständig weichen musste. Die Geschichte ist einzigartig, wie es auch Lignano ist. Viel Freunde beim Lesen!

    Marano, die Venezianer und „Porto Lignano“

    Wir kehren zurück in die Zeit des führen Lignano. Der Hafen war sicherlich schon zur Zeit der Römer aktiv, vor allem in Verbindung mit Binnen- oder Lagunenschiffahrtswegen. Später, in der venezianischen Zeit, gewann er an Bedeutung und bildete den Hauptzugang zur „Festung von Marano“. Es gibt keine Informationen über die Existenz eines Leuchtturms zu dieser Zeit, obwohl nicht ausgeschlossen werden kann, dass zu bestimmten Zeiten zumindest Feuer verwendet wurden, um die Einfahrt in den Hafen zu signalisieren. 

    Nach dem Untergang der Serenissima von Venedig erlebte der Hafen ein wechselhaftes Schicksal, um dann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder in den Mittelpunkt der politischen Debatte zu rücken, als ein heftiger Streit darüber entbrannte, ob die Achse Marano-Lignano oder die östlichere Achse zwischen Porto Nogaro und Porto Buso ausgebaut werden sollte. Nach dem Scheitern des Projekts “Porto Lignano”, dessen Hauptbefürworter der Bürgermeister von Marano, Rinaldo Olivotto, in den 1980er Jahren war, wurde 1903 die erste Badeanstalt gebaut, das Jahr, dem offiziell die Geburt des modernen Lignano zugeschrieben wird. 

    Es ist vielleicht kein Zufall, dass „das Licht von Porto Lignano“ 1903 zum ersten Mal in offiziellen Quellen auftaucht. Die spärlichen Informationen aus dem Verzeichnis der Leuchttürme, Laternen, Ampeln und Seezeichen an den Küsten des Mittelmeers, des Schwarzen Meeres, des Asowschen Meeres und des Roten Meeres, das jährlich vom hydrographischen Amt der Marine veröffentlicht wird, bestätigen den Standort des Signals. Sie wird als eine Laterne definiert (und unter dieser Bezeichnung finden wir sie in allen nachfolgenden Dokumenten), die sich “in der Nähe und südöstlich des Finanzhauses” befindet und folgende Merkmale aufweist: “festes Licht, Reichweite bei durchschnittlicher Durchlässigkeit der Atmosphäre von 5 Meilen; Höhe der Flamme oder des Lichts über dem Meeresspiegel: 6 Meter”. 

    Das erste beim Faro aufgenommen Foto (19. Jahrhundert)

    Aus dem Verzeichnis der Leuchttürme und Laternen von 1916 (…) gehen einige weitere Informationen hervor: Obwohl sich an den Merkmalen gegenüber 1903 nichts geändert hat, erfahren wir nun, dass die Laterne auf einem “eisernen Gerüst auf einem gemauerten Sockel” stand und mit “Öl und Laternen” betrieben wurde. 1913 gibt es Dokumentationen dafür, dass die Konstruktion von 1903 bereits durch ein anderes Signal ersetzt worden war. Letztere könnte mit der “Ampel” in der Nähe der Finanzkaserne identifiziert werden, die in der Chronik von Antonio Paolini im Jahr 1915 erwähnt wird und unter der König Vittorio Emanuele III. bei seinen Besuchen in Lignano während des Ersten Weltkriegs zweimal paradierte. 

    Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie diese ersten Lichter aussahen, müssen wir auf die wenigen grafischen Darstellungen zurückgreifen, die wir bisher gefunden haben. Es handelt sich um eine Zeichnung des Künstlers Antonio Pontini aus Terzo di Aquileia aus dem Jahr 1909, aus der man die Umrisse des Mastes am Ende des Piers vor der Kaserne der Guardia di Finanza erahnen kann. Die Laterne ist der Hintergrund eines Fotos aus dem Jahr 1915, das einige Soldaten (drei Bersaglieri und einen Matrosen) zeigt, die während des Ersten Weltkriegs in Porto Lignano stationiert waren. Das seltene Bild stammt aus einem Album der Familie Zaina, die 1905 das Hotel Friuli eröffnete, das zweite in Lignano nach dem Hotel Marin. 


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    In denselben Jahren arbeitete Pietro Pende, ein junger Seemann apulischer Herkunft, hier als Leuchtturmwärter, wahrscheinlich seit der Errichtung des Signals. Wir erinnern uns gerne an ihn, nicht nur weil er der erste Lichtwächter in Lignano war, sondern auch wegen der Liebesgeschichte, die sich im Schatten unseres Lichtes zwischen ihm und Carolina Zaina, der Tochter von Pietro, einem der Besitzer des “Friuli”, entwickelte. 

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    Wie wir erwähnt haben, wurde das Signal zu dieser Zeit mit Öl betrieben. Dies machte den Bau eines Depots zur Lagerung des Treibstoffs erforderlich. Das kleine Lagerhaus wurde 1926 vom Tiefbauamt Udine für maritime Arbeiten gebaut. Dank der in den Archiven gefundenen Unterlagen, wissen wir, dass es sich um ein bescheidenes Gebäude mit Innenmaßen von 1,80×1,80 m handelte. Sie wurde im Oktober 1925 entworfen und von Giuseppe Pessina gebaut.

    1928 – der Bau einer neuen “Laterne“ mit viel Korrespondenz

    Ein Jahr später wurde mit dem Bau einer neuen Laterne begonnen, die auf ein vollständig gemauertes Gebäude gesetzt werden sollte. Die Laterne von 1928. An der Fassade des alten Leuchtturms, die nach Südosten ausgerichtet ist, kann man noch die Zeichen eines “fascio littorio” aus Beton erkennen, der von einem erhabenen Rondell umgeben ist, das heute fast unleserlich ist. Eine Folge der “damnatio memoriae”, die die Embleme des Faschismus erlitten haben. Wenn man genau hinschaut, kann man auf dem Klypus noch einige Zahlen lesen, genauer gesagt 1928, gefolgt von der Jahreszahl VI der faschistischen Ära. Dies ist eindeutig das eintausendste Jahr der Fertigstellung des Werks, und dank unveröffentlichter Archivquellen können wir nun die wichtigsten Etappen veranschaulichen. 

    Mit dem Gesetz Nr. 257 vom 5. Mai 1907 wurde die Wasserbehörde für die Provinzen Venetien und Mantua mit Sitz in Venedig gegründet, die auch für die Leuchttürme zuständig war. Eine Aufgabe, die zuvor von den Tiefbauämtern wahrgenommen wurde, die somit der Behörde unterstellt wurden. Dieses Unterordnungsverhältnis zwischen den Ämtern führte in der Zeit zwischen Ende 1927 und Anfang 1929 zu einem intensiven Schriftwechsel zwischen Venedig und Udine, zu dem auch die Korrespondenz mit dem Leuchtturmbereichskommando der Marine von Triest (das für die Verwaltung der Leuchttürme zuständig war) und mit den mit den Arbeiten beauftragten Unternehmen hinzukam. 

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    In den Registern der Zivilingenieure von Udine ist zum Beispiel die Rede von der am 19. August 1927 eingegangenen Anfrage des Gebietskommandos für Leuchttürme, drei Kopien “der Zeichnung für den Bau des neuen Leuchtturms von Lignano” zu erhalten; am darauffolgenden 7. September wurde geantwortet, dass das Büro “die Zeichnungen schicken wird, sobald sie vom Magistrat genehmigt werden”. Wir wissen nicht, wann die Zeichnungen verschickt wurden, und wir konnten sie auch nicht finden, aber wir wissen, dass derselbe Befehl am 1. Februar einige “Vorschläge” für das Werk geschickt hat. Einige Tage später forderten die Bauingenieure Francesco Petronio, den Inhaber einer Werkstatt in Piran, auf, ein Angebot für eine nicht näher bezeichnete “Eisenplattform für die neue Laterne im Hafen von Lignano” abzugeben. Es ist nicht klar, welche Funktion diese Plattform hatte, wahrscheinlich ist sie mit dem “gusseisernen Sockel” zu identifizieren. 

    Am 28. Juni 1928 wurde eine Mitteilung, deren Inhalt leider nicht bekannt ist, an den Magistrato alle Acque (Wasserbehörde) und an den Ingenieur Archimede Taverna aus San Giorgio di Nogaro, Inhaber des gleichnamigen historischen Unternehmens, das von seinem Vater Domenico 1890 gegründet wurde und den Zuschlag für den Bau des Gebäudes erhielt, geschickt. Auch hier informiert uns ein Briefwechsel mit dem Leuchtturmbereichskommando vom 14. August 1928 darüber, “dass die Arbeiten an Porto Lignano nicht vor dem 31. c.m. beginnen werden”. Wir wissen nicht genau, wann die Arbeiten begonnen wurden, aber am 22. September schickte das Kommando Rechnungen über insgesamt 7.416,70 Lire “für die Arbeiten an der neuen Laterne in Porto Lignano” und am 11. Oktober den Restbetrag für den “Bau der Feuerlaterne”. 

    Die Bauingenieure von Udine antworteten, dass die Zahlung erfolgen würde, wenn der Magistrat die Mittel vorschießen würde. Am 21. November traf schließlich der Betrag von 7.900 Lire aus Venedig ein, der umgehend an die Behörden in Triest weitergeleitet wurde, um schließlich (nach vier Schritten!) an Taverna ausgezahlt zu werden. Der Abschluss der Arbeiten lässt sich aus den am 27. November an die Präfektur gesandten Mitteilungen ad opponendum ableiten. Eine weitere Zahlung des Magistrats, diesmal in Höhe von 29.000 Lire, erfolgte am 22. Dezember als erste Rate für die “Arbeiten am Casotto in Rüstung”. Am 29. folgten weitere Bekanntmachungen ad opponendum. Am 18. Januar 1929 wurde die Rechnung für die “Lieferung und Montage der Metallöffnung” an den Magistrat geschickt.

    Die letzten Nachrichten vom 23. Januar, 26. Februar und 12. März 1929 belegen die endgültige Zahlung von weiteren 4.267,28 Lire an die Firma Taverna für den “gemauerten Schuppen” und den Betonsteg. Obwohl sie nicht ausdrücklich erwähnt werden, kann man davon ausgehen, dass der kleine Wachturm und der Schuppen am Ende des geraden Abschnitts des Piers, der für den bis 1998 noch vorhandenen Gezeitenmesser bestimmt war, ebenfalls zu dieser Zeit gebaut wurden. 


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    Der Brennstoff und die Liste der Leuchttürme

    Von 1928 bis heute ist nicht bekannt, welcher Brennstoff für den Betrieb der neuen Laterne verwendet wurde, obwohl es wahrscheinlich ist, dass von Anfang an in Flaschen gelöstes Acetylengas verwendet wurde. Die Beleuchtung und Wartung des Systems wurde von einem Laternenwärter durchgeführt, der ein ziviler Angestellter des Leuchtturmgebietskommandos der italienischen Marine war, zunächst in Triest und dann in Venedig. Diese Aufgaben wurden viele Jahre lang von Nestore Bedina (1910-1991) wahrgenommen, der wiederum seinem Bruder Raffaele folgte. Die Familie Bedina, die ursprünglich aus Precenicco stammte, zog in der frühen Nachkriegszeit nach Lignano; Raffaele war seit Ende der 1920er Jahre nicht nur für den Leuchtturm, sondern auch für den Post- und Telefondienst des damaligen Dorfes Latisana zuständig. 1936 wurde er nach Ancona versetzt, um mit seiner Frau, einer Lehrerin, wieder zusammenzukommen, und so wurde die Leitung an seinen Bruder Nestor übergeben, der auch eine Zeit lang das Postamt leitete. Er war bis etwa 1957 als Beleuchter beschäftigt. 

    Nach der Neueinstufung durch den Leuchtturmdienst der Marine wurde der Leuchtturm von Lignano in die Liste der Leuchttürme aufgenommen, bei denen die Anwesenheit eines Laternenwärters nicht mehr erforderlich ist. Dank der Installation des Solarventils, einer 1905 von dem schwedischen Ingenieur Gustav Dalén erfundenen Vorrichtung, die ihm den Nobelpreis einbrachte, konnte die Beleuchtung der Laterne automatisiert werden. Durch die Nutzung der Sonnenwärme ermöglichte das Ventil das Einschalten der Lichtquelle in der Abenddämmerung und das Ausschalten in der Morgendämmerung. Im selben Jahr wurde die Laterne durch eine Laterne mit “spiralförmigen Säulen” ersetzt. Bis Anfang der 1950er Jahre war das Bauwerk einheitlich in Rottönen gefärbt, dann wurde in einem nicht näher bestimmten Jahr zwischen 1953 und 1959 die rot-weiße Bänderung eingeführt, wie ein Vergleich von Archivfotos zeigt. 

    Das Unified System of Maritime Signaling AISM-IALA (Maridrografico-Genova I.I.3072, Ausgabe 1983) sah vor, dass die seitlichen Signale, zu denen unsere Laterne gehört, rot und grün sein sollten, und zwar jeweils auf der linken und auf der Steuerbordseite der Einfahrtskanäle zu den Häfen, so dass Anfang der 80er Jahre die Sektorisierung mit Bändern abgeschafft wurde. 

    Veränderte Bedingungen des Meeresbodens – ein neues Licht

    Eine weitere wichtige Veränderung war die Elektrifizierung und vollständige Automatisierung, die 1982 erfolgte. Die technischen Merkmale, eine Art Ausweis für das Signal, wurden in allen offiziellen Veröffentlichungen zum Zeitpunkt der Stilllegung wie folgt angegeben: Im Laufe der Jahre hatten die sich verändernden Bedingungen des Meeresbodens aufgrund des Phänomens der Verlandung den Leuchtturm gefährlich gemacht, da seine Anwesenheit die Seeleute in die Irre führen und sie auf Grund laufen lassen konnte. Aus diesem Grund erarbeitete die Autonome Region Friaul-Julisch Venetien, der die Zuständigkeit der Bauingenieure übertragen worden war, 1996 ein Projekt zur Verlängerung des Pfeilers (aus Holz statt aus Beton) und zum Bau einer neuen Laterne, einer originalgetreuen Kopie der alten, aber aus Glasfaser, die 1998 fertiggestellt wurde.

    Als die neue Laterne gebaut wurde, hielten es die zuständigen Behörden (die Region und die Marine) jedoch für ratsam, die alte Laterne abzureißen, da das Vorhandensein von zwei Signalen eine Gefahr für die Schifffahrt hätte darstellen können. Unter Berücksichtigung der von einzelnen Bürgern und lokalen Vereinigungen unter der Leitung von Doriano Moro vorgebrachten Gründe hat die Gemeindeverwaltung von Lignano Sabbiadoro mit Schreiben vom 5. Februar 1998 die Frage der Erhaltung des alten Leuchtturms an das Amt für Straßen und Verkehr der Autonomen Region Friaul-Julisch Venetien gerichtet. Nach einem intensiven Meinungsaustausch zwischen der Gemeinde, der Marine, dem Hafenamt von Monfalcone, der Oberaufsichtsbehörde und der Regionaldirektion für Straßen und Verkehr, der erst im Jahr 2000 endete, wurde schließlich beschlossen, dass der alte Leuchtturm erhalten (und restauriert) werden kann, sofern die Lichter und das Zubehör entfernt werden. 

    Der Rest ist die Geschichte von heute: Der Leuchtturm wurde der Gemeinde Lignano Sabbiadoro übergeben, die sich im Frühjahr 2016 um seine konservative Restaurierung kümmerte und unter anderem seine rot-weiß gestreifte Farbgebung wiederherstellte, um ihn von seinem “Zwilling” von 1998 zu unterscheiden.

    Wir hoffen, dass euch diese Dokumentation der Entstehungsgeschichte gefallen hat. Und wir denken, dass euch beim nächsten Besuch dieses magischen Ortes auch diese Geschichte in Erinnerung kommen wird!

    Die Geschichte des “gestrandeten” Bootes an der Mündung des Tagliamento

    Viele kennen das alte Boot, das vor dem Restaurant Al Cason in Lignano Riviera an der Mündung des Tagliamento „im Wasser gestrandet“ liegt. Warum befindet es dort? Wem gehört es?

    Giosuè Cuccuruolo, Betreiber der Seite „Riserva naturale Foce del Tagliamento“, hat sich direkt an den Besitzer des Bootes, Fernando Tempo, gewandt. Diese Geschichte möchten wir gerne mit euch teilen:

    Es war im Jahr 1959, als Kapitän Tempo in der Norwegischen See nach Kabeljau fischte. Er war ein erfahrener Seemann, er war bereits mit 14 Jahren mit seinem Vater auf See unterwegs. Als er mit seinem großen Fischerboot auf dem kalten und stürmischen Meer unterwegs war, sah er kleine Boote, die sicher und geschmeidig durch die Gewässer fuhren. 

    Es waren Holzboote, mit einem Cockpit, einem verkleideten Heck und viel breiter als die Boote, die er hier an der oberen Adria zu sehen gewohnt war. Sie waren in der Regel mit zwei oder drei Matrosen besetzt und dienten der Fischerei nach Barschen, wurden aber auch für andere Zwecke, wie den Transport von Steinen, Holz oder anderen Materialien eingesetzt.

    Er war so fasziniert von diesem Mehrzweckboot, mit seinem sicheren und robusten Aussehen, dass er sich auf die Suche nach einem solchen Boot machte, um es zu kaufen und hierher nach Lignano zu bringen, wo er lebte.

    Am Ende seiner Zeit als Kabeljaufischer machte er sich in Norwegen auf die Suche, bis er eines dieser Boote fand. Er wurde fündig. Ein Boot unter französischer Flagge war es, das in einem kleinen Hafen vor Anker lag. Nach Verhandlungen mit dem Eigentümer einigten sich die beiden auf den Verkauf des Schiffes und Kapitän Tempo wurde der neue Eigentümer.

    Von hier aus stellte sich jedoch das Problem des Transports zum Ufer des Tagliamento. Es war 1959, und Kuriere und Kommunikation waren sicherlich nicht so wie heute, aber an Einfallsreichtum mangelte es nicht. 

    Kapitän Tempo hatte eine Idee: Er kehrte schnell nach Hause zurück und begab sich in das damalige internationale Industriezentrum, die Stadt Manzano. Er suchte nach einem Unternehmen, das Möbel nach Norwegen transportierte. Er fand es und stimmte zu, sich einer Expedition anzuschließen, die in den nächsten Tagen nach Skandinavien aufbrechen würde.

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    Nach einer mehrtägigen Reise kamen sie in Norwegen an, luden die Möbel aus und fuhren mit leerer Ladung zum Hafen, wo das Boot, das der Kapitän gekauft hatte, festgemacht war, luden es auf den Anhänger und fuhren in Richtung Italien.

    In Italien angekommen, wurden die notwendigen Wartungsarbeiten durchgeführt und das Schiff wurde unter italienischer Flagge in der Adria zu Wasser gelassen und zu Ehren des Schutzpatrons der venezianischen Seeleute auf den Namen „San Marco“ getauft.

    Die San Marco wurde viele Jahre lang als Fischereifahrzeug eingesetzt und ihr leistungsstarker 90-PS-Ford-Achsenpropellermotor fiel nie aus. In der ruhigen Adria war es ein Vergnügen damit zu fahren und das breite Profil des nordischen Schiffes sorgte für Sicherheit und Stabilität beim Fischen.

    Das Boot wurde bis Anfang der 90er Jahre auf diese Weise genutzt, als Tempo beschloss, einen Fischerei-Tourismus-Service einzurichten. Dieser Dienst dauerte bis 2012. Kapitän Tempo ging in den Ruhestand und beschloss, den alten Ford-Motor und den Treibstoff zu entfernen und das Boot in Erinnerung an seine Geschichte dort zu belassen, wo wir es jetzt sehen können.


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    Diese Sache ist nach wie vor umstritten und wird zwischen denjenigen, die das Wrack entfernen lassen wollen, und denjenigen, die es als eine Art Denkmal betrachten, immer wieder diskutiert.

    Dies ist somit die Geschichte des an der Mündung des Tagliamento „gestrandeten Bootes“, das jeder schon einmal gesehen, fotografiert und vielleicht auch liebgewonnen hat.


    Text: Original auf Italienisch von Giosuè Cuccuruolo, Übersetzung in Deutsch von Christoph Winter
    Fotos: Michael Lando, Giulia Angelica Vincenzino, Giosuè Cuccurullo, 365 giorni sul mare, Christoph Winter

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